Rentenversicherung: kündigen oder verkaufen?

Jeder sollte sich über seine Altersvorsorge Gedanken machen

Die private Altersvorsorge ist unverzichtbar, weil die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung beständig sinken. Die Altersvorsorge über eine private Rentenversicherung erweist sich allerdings sehr oft als eine schlechte Alternative. Nachdem sich der Zinssatz über Jahre hinweg auf Talfahrt und einem historischen Tiefstand bewegt, schmelzen die Gewinnerwartungen der Versicherungen wie Eis in der Sonne. Mittlerweile wird deshalb sogar jede dritte private Rentenversicherung vor dem Ende der Laufzeit gekündigt.

Ist die Kündigung eine Alternative zum Verkauf einer Rentenversicherung?

Die Kündigung der Rentenversicherung ist allerdings meist die schlechtere Alternative. Die Versicherten bekommen in diesem Fall gerade einmal den Rückkaufswert, der oft unter dem Betrag liegt, den sie in die Versicherung einbezahlt haben. Zudem müssen sie bis zu zwölf Jahre warten, bis sie verkaufen können – oder sie zahlen Kapitalertragssteuer. Die bessere Option besteht darin, die Rentenversicherung ruhen zu lassen oder zu verkaufen. In diesem Fall übernimmt ein externer Anbieter den bestehenden Vertrag und zahlt den Versicherungsnehmer aus.

Was ist zu beachten bei Kündigung Rentenversicherung?

Der erste Schritt zu einem erfolgreichen Verkauf der Rentenversicherung besteht in einer gründlichen Recherche. Schließlich laufen auch hier genügend schwarze Schafe herum. Auch in News Portalen findet man wissenswerte Beiträge über Rentenversicherung verkaufen oder Altersversorgungen. Die Versicherten sollten hellhörig werden, wenn die Kaufangebote deutlich über dem Rückkaufwert liegen, den die Versicherung auszahlen würde. Einige Anbieter zahlen zwar mehr, jedoch gelten 15 Prozent als Obergrenze bei seriöser Anbieter. Im Schnitt liegt der Ertrag bei einem Verkauf der Rentenversicherung um drei bis sieben Prozent über dem aktuellen Rückkaufwert. Aber nicht alle Rentenversicherungen können verkauft werden. Das kann daran liegen, dass der Verkauf bereits im Vertrag ausgeschlossen wird oder daran, dass er schlicht zu unattraktiv für potenzielle Investoren ist. Verkauft werden kann in der Regel nur eine Rentenversicherung auf Kapitalbasis. Entsprechende Versicherungsprodukte auf Basis einer fondsgebundenen Rentenversicherung oder Direktversicherungen werden von den möglichen Investoren in aller Regel abgelehnt. Der Rückkaufwert sollte sich außerdem in einer Größenordnung von 5.000 Euro aufwärts bewegen.

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